Ein Wort zieht in letzter Zeit seine Bahnen durch die Presselandschaft, jeder hat es schon einmal gehört, und jeder versteht sofort, was damit gemeint ist. Vollbeschäftigung. Es wurde geprägt zur Zeit des Wirtschaftswunders in den 1950ern, als es Wirklichkeit und erhoffte Zukunft widerspiegelte. Jeder Bürger, der arbeiten wollte, hatte eine Arbeit. Leider ist dieser Umstand seit 1970 nicht mehr eingetreten. Und jeder Politiker hat behauptet, dass Vollbeschäftigung nur noch ein Mythos sein kann.
Mit einer Ausnahme, stets kurz vor Wahlen.
Dass es jetzt wieder hochkocht, wo doch noch gar keine Wahlen anstehen, mag verwundern. Andererseits auch wieder nicht. Sind sich das CDU und SPD im Moment, trotz Koalition, alles andere als grün (wobei die CDU momentan eher zu grün neigt, als die SPD), und beide versuchen, sich zu profilieren wo nur irgendwie möglich. Ob es jetzt Kurt Beck ist, der als höchstes Ziel die Vollbeschäftigung in zehn Jahren anstrebt, oder Ronald Pofalla, der am Ziel Vollbeschäftigung noch immer festhält. Eigentlich sagen alle dasselbe: Wir können den Mythos Vollbeschäftigung erreichen.
Können wir das wirklich? In einer Marktwirtschaft, die jeglichen Sozialanspruch verloren hat? Die davon lebt, dass jeder Mensch in Arbeit Angst haben muss, keine neue Arbeitsstelle zu finden, wenn er seine jetzige verliert? Die mit dieser Angst das Entgelt für Arbeit immer weiter nach unten senkt, bis unter die Erhaltungsgrenze? Die einzig vom Aktienkurs getrieben wird? Die die Globalisierung nahezu zu Religion erhebt? Die Zeitarbeit als moderne Form der Sklaverei neu entdeckt hat? Die ihren Führern, neudeutsch CEO, CFO oder COO genannt, Millionengehälter verspricht, aber dafür diejenigen, die die wirkliche Arbeit verrichten, immer mehr in die Armut treibt? Die dafür sorgt, dass Reiche noch reicher und unantastbar werden?
Liebe Politiker, ich erwarte ja nicht, dass ihr immer ehrlich seid, aber habt doch bitte den Anstand, euch vor dem Volk nicht lächerlich zu machen. Solange ihr nicht in euren Kopf bekommen wollt, dass Politikergehälter nicht dem Durchschnitt des deutschen Arbeitsentgelts entsprechen, und solange ihr selber nur die Marionetten und erweiterten Ausführungsorgane der DAX-Konzerne seid, wird sich an der momentanen Arbeitslosigkeit nichts ändern.
Und da hilft auch stetes Herunterbeten der Mantra "Vollbeschäftigung ist keine Utopie" nichts. Ich kann mir auch jeden Tag einreden, dass ich mehr Gehalt bekomme. Und bekomme es trotzdem nicht.
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Mittwoch, 30. April 2008
Donnerstag, 1. März 2007
So schön wird ihr Kind ohne Zähne nie wieder lächeln...
Warum zahlt eine Krankenkasse künstliche Befruchtungen komplett, aber Zahnersatz nur zu 50%? Kann mir einer erklären, was der dahintersteckende Sinn ist?
Vielleicht, weil Kinder, egal ob in coitem oder in retortem gezeugt, Steuern, und damit auch weitere Krankenkassenbeiträge bringen? Vielleicht, weil Menschen, die älter sind, und deswegen vielleicht keine Zähne mehr haben, nichts mehr essen können, und dann schneller sterben, und weniger Rente bekommen, und damit mehr Platz für neue Steuerzahler machen?
Fragen über Fragen. Und als Fazit für heute: Besser impotent als schlechte Zähne.
Vielleicht, weil Kinder, egal ob in coitem oder in retortem gezeugt, Steuern, und damit auch weitere Krankenkassenbeiträge bringen? Vielleicht, weil Menschen, die älter sind, und deswegen vielleicht keine Zähne mehr haben, nichts mehr essen können, und dann schneller sterben, und weniger Rente bekommen, und damit mehr Platz für neue Steuerzahler machen?
Fragen über Fragen. Und als Fazit für heute: Besser impotent als schlechte Zähne.
Mittwoch, 31. Januar 2007
Bitte nochmal... und nochmal...und nochmal...

Delvecchio, du bist mein Held! Wer macht's als nächstes? Immer kräftig drauf auf die Pfeife! Hach, tut das gut.
Betreffend:
Meckerndes Gelächter,
Meine Mitziegen und ich
Schockierende Nachrichten
Heute in den Online-Portalen von Bild und Spiegel: Die Casting-Show Deutschland sucht den Superstar, oder DSDS, wie sie intime Freunde nennen, ist eigentlich ein großes Lügengespinst. Die Finalisten stehen schon lange fest, geweint und gefreut wird auf Signal, Emotionen sind gestellt. Genauso die überzogenen Reaktionen der geschassten Teilnehmer. Und das läuft schon seit der ersten Staffel so.
Stellt sich nur die eine Frage: Wen überrascht das?
Und noch was: Wetten, dass der Gewinner schon von Anfang an feststeht und von Bohlen in die Sendung gebracht wurde, um ihn zu hypen?
Quellen:
Spiegel online
Bild online
Stellt sich nur die eine Frage: Wen überrascht das?
Und noch was: Wetten, dass der Gewinner schon von Anfang an feststeht und von Bohlen in die Sendung gebracht wurde, um ihn zu hypen?
Quellen:
Spiegel online
Bild online
Donnerstag, 25. Januar 2007
Chips und China
Und wieder eine kleine Sprachwirrung während einer Busfahrt:
Unterhält sich ein Pärchen über Chinesen, zusätzlich auch noch sehr unfein, aber das ist nicht der Grund für diesen Post. Offensichtlich sind die beiden Studenten gewesen, die ursprünglich aus Berlin stammen. Und er betonte die Chinesen immer wie "Schinesen". Soweit so gut, von Bewohnern der Preußischen Lande ist man eh einiges gewohnt, die trinken auch Weißbier mit Fruchtsirup, und die Bayern sagen ja auch "Kinesen", was genauso falsch ist. Aber was die weibliche (und nicht bessere) Hälfte des Pärchens dann abgelassen hat, war einfach zuviel. "Schinesen ist übrigens falsch betont!" Erfreutes Aufhorchen meinerseits. "Das heisst Tschinesen. Und weisst du auch warum? Weil es ja auch Tschips heißt, und nicht Schips." Sprachloses Entsetzen meinerseits. Irgendwie hat sich mir da wieder Einstein augedrängt. Tschinesen? Tschirurgen? Tschemie? Tschinin?
Auch wenn die Chance relativ gering ist, dass die junge Frau das hier liest, Chinesen wird "Ch" betont. "Ch" wie in "Ich". Dass Chips nicht Chips sondern Tschips betont werden hängt mit der anglosächsischen Wortherkunft zusammen, und ja, da werden Chinesen auch als chinese bezeichnet. Mit "tsch". Aber nicht in Bayern. Und auch nicht in Berlin!
Unterhält sich ein Pärchen über Chinesen, zusätzlich auch noch sehr unfein, aber das ist nicht der Grund für diesen Post. Offensichtlich sind die beiden Studenten gewesen, die ursprünglich aus Berlin stammen. Und er betonte die Chinesen immer wie "Schinesen". Soweit so gut, von Bewohnern der Preußischen Lande ist man eh einiges gewohnt, die trinken auch Weißbier mit Fruchtsirup, und die Bayern sagen ja auch "Kinesen", was genauso falsch ist. Aber was die weibliche (und nicht bessere) Hälfte des Pärchens dann abgelassen hat, war einfach zuviel. "Schinesen ist übrigens falsch betont!" Erfreutes Aufhorchen meinerseits. "Das heisst Tschinesen. Und weisst du auch warum? Weil es ja auch Tschips heißt, und nicht Schips." Sprachloses Entsetzen meinerseits. Irgendwie hat sich mir da wieder Einstein augedrängt. Tschinesen? Tschirurgen? Tschemie? Tschinin?
Auch wenn die Chance relativ gering ist, dass die junge Frau das hier liest, Chinesen wird "Ch" betont. "Ch" wie in "Ich". Dass Chips nicht Chips sondern Tschips betont werden hängt mit der anglosächsischen Wortherkunft zusammen, und ja, da werden Chinesen auch als chinese bezeichnet. Mit "tsch". Aber nicht in Bayern. Und auch nicht in Berlin!
Freitag, 19. Januar 2007
Es ist vollbracht!
Nach Jahr(zehnt)en ist es doch tatsächlich geschafft. König Edi I. von Bayern ist regierungsmüde(mürbe?) und dankt ab. Leider erst zum Oktober und ich bin mir sicher, dass irgendeiner von den Königsmördern (Huber saniert alles und Beckstein, Beckstein, alles muss perfekt sein) drankommt, und nicht das meiner Meinung nach von den beiden vorgenannten eingesetzte Bauernopfer Pauli oder der volksnähere Seehofer. Schade eigentlich, aber feiern wir, solange wir noch können.
Mittwoch, 17. Januar 2007
Einstein hat mal wieder recht
These: "Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher." (A. Einstein)
Beweis: Neulich im Hugendubel ein junges Pärchen in der DVD-Abteilung. Sie: "Du Schatz, schau mal. Der Film dauert gerade mal 90 Minuten. Das ist ja noch nicht mal eine Stunde."
quod erat demonstrandum
Beweis: Neulich im Hugendubel ein junges Pärchen in der DVD-Abteilung. Sie: "Du Schatz, schau mal. Der Film dauert gerade mal 90 Minuten. Das ist ja noch nicht mal eine Stunde."
quod erat demonstrandum
Dienstag, 16. Januar 2007
Sprach- und fassungslos (continued...)
Und die Medien fangen schon mal mit der Schlammschlacht an. Es wird das "schlimme Killerspiel" Final Fantasy VII als Antriebsgrund zum Mord genannt. Gott, ist das lächerlich. Damit jeder sieht, um welch gewaltverherrlichendes Spiel es dabei geht, hier mal ein Screenshot.

Ach ja: Dass die beide Täter vorher mit der "Geisel" an einer Bushaltestelle gezecht haben ist nur einen kleinen Nebensatz wert. Wahrscheinlich waren die voll bis zu den Stirnlappen. Aber das kann ja nicht die Ursache gewesen sein. Nein, niemals. Alkohol macht ja nicht dumm. Aber Final Fantasy VII, das schon! (edit: Offensichtlich soll jetzt doch kein Alkohol im Spiel gewesen sein...)
Machmal ist die Vorhersehbarkeit unserer demokratieverteidigenden Journalisten erschreckend. Da wird alles zur Auflagensteigerung gemacht. Ernsthafter Journalismus ist unerwünscht.
Mal sehen, welcher Politiker sich als erster in den Kanon für ein Verbot von "Killerspielen" einreiht. Vielleicht doch nicht Niedersachsens Uwe "The PigKilla" Schünemann, sondern Edi I., König von Bayern? Als Ablenkung von der Pauli-Offensive?
Deutschland, was verarmt deine Kultur...
Quellen:
Bild online
Hamburger Abendblatt
Und natürlich die ganzen hervorragend recherchierten Boulevardmagazine im TV.
edit: BildBlog

Ach ja: Dass die beide Täter vorher mit der "Geisel" an einer Bushaltestelle gezecht haben ist nur einen kleinen Nebensatz wert. Wahrscheinlich waren die voll bis zu den Stirnlappen. Aber das kann ja nicht die Ursache gewesen sein. Nein, niemals. Alkohol macht ja nicht dumm. Aber Final Fantasy VII, das schon! (edit: Offensichtlich soll jetzt doch kein Alkohol im Spiel gewesen sein...)
Machmal ist die Vorhersehbarkeit unserer demokratieverteidigenden Journalisten erschreckend. Da wird alles zur Auflagensteigerung gemacht. Ernsthafter Journalismus ist unerwünscht.
Mal sehen, welcher Politiker sich als erster in den Kanon für ein Verbot von "Killerspielen" einreiht. Vielleicht doch nicht Niedersachsens Uwe "The PigKilla" Schünemann, sondern Edi I., König von Bayern? Als Ablenkung von der Pauli-Offensive?
Deutschland, was verarmt deine Kultur...
Quellen:
Bild online
Hamburger Abendblatt
Und natürlich die ganzen hervorragend recherchierten Boulevardmagazine im TV.
edit: BildBlog
Montag, 15. Januar 2007
Sprach- und fassungslos...
Was treibt 17-jährige Jugendliche an, willkürlich in ein Haus einzubrechen, zwei Menschen zu erstechen, ein 15-jähriges Mädchen als Geisel zu nehmen und mit einem gestohlenen Auto vor der Polizei zu fliehen? Ich weiß es nicht, kann es mir nicht erklären. Aber eins weiß ich sicher: Das wieder irgendein hirnamputierter, ruhmgeiler, sich für Wählerstimmen prostituierender Politiker das alles auf "Killerspiele" schiebt. Wollen wir wetten? Ich tippe auf den Neurotiker Schünemann, der ja selber recht gern mit Waffen rumschießt. Aber dass die zwei Knallchargen die Morde bereits im Vorfeld angekündigt haben, das ist nur eine kleine Randnotiz wert. Was hab ich diese Bananenrepublik satt. Die Kinder bar jeglichen Ethikgefühls und die "vorbildlichen" Politiker scheißen sich einen Dreck drum...
Link zum Thema bei spiegel.de
Link zum Thema bei spiegel.de
Dienstag, 19. Dezember 2006
Alle Jahre wieder...
tudiditutu...tuditudidum...tataatatatadididum (Titelmelodie von Sendung mit der Maus)
Hallo lieber Kinder. Heute will ich euch von einem Mann erzählen. Der hat einen ganz lustigen Schnauzbart und wohnt in einer Zeltsiedlung am nördlichsten Punkt der Donau. Und weil die ganzen netten Indianer dieser Stadt ihn so toll liebhatten, haben sie ihn zu ihrem Häuptling gewählt. Nur nennt man das in dieser Siedlung nicht Häuptling, sondern "Oberbürgermeister".
Und weil er die Büffeljäger und Squaws dieser Stadt daraufhin auch so lieb gehabt hat, hat er ihnen eine schöne neue Brücke gebaut, viele kleine rot-weisse Zipfelmützchenhüte weggenommen und ein riesiges neues Eisstadion hingestellt (und ein Schaf so richtig...äääh...nein, das war jemand anderes!).
Dumm war nur, dass das Geld gekostet hat, und das war eigentlich gar nicht da. Und wenn man Geld ausgibt, dass man nicht hat, dann muss man Schulden machen. Und jetzt ist jeder der Indianer dieser Stadt für die nächsten 80 Jahre verschuldet. Das ist nicht schön. Aber fördert das Gemeinschaftsgefühl, weil ja alle Schulden habe. Das ist schön.
Aber die kleinen Büffeljäger und Squaws hatten ihn daraufhin immer noch lieb, auch wenn nicht mehr so ganz toll wie zu Anfang.
Dann kam Häuptling Lustiger Schnautzbart die Idee eine Stadthalle, ein Bürgerzentrum, ein Riesen-Tipi für alle zu bauen. An einer Stelle direkt am Fluss, damit man immer frisches Wasser hat. Dumm war nur, dass das Wasser einem da relativ häufig über die Füsse schwappt, weil der Fluss ansteigt. Und das wäre wieder teuer, da das Tipi jedesmal neu gereinigt werden müsste.
Das wollten die kleinen Rothäute aber nicht und haben ihm das sehr deutlich gesagt, und seinen Vorschlag am Marterpfahl, den sie da "Bürgerentscheid" nennen mit Tomahawks gespickt. Da war Lustiger Schnautzbart traurig und hat alle Schnipsel seines zerhackten Vorschlags aufgesammelt.
Und weil er nicht nur lustig, sondern auch listig ist hat Listiger Schnautzi..äh...Lustiger Schnautzbart die Schnipsel wieder zusammengeklebt, Kongress-Tipi genannt, und fast genau ein Jahr später wieder zur Rede gebracht.
Aber wieder haben diese Ignoranten...ich meinte Indianer...seinen Vorschlag an den gleichen Marterpfahl gespickt. Und waren gar nicht mehr gut auf ihren Oberguru zu sprechen.
Aber Schnäutzel wäre nicht Schnäutzel, wenn er sich so leicht geschlagen geben würde. Jetzt hat er einfach versucht, ohne Zustimmung der widerspenstigen Rothäute das Super-Tipi zu bauen. Dumm dass die Wind davon bekommen haben.
Da haben sich die ganzen kleinen Indianer zusammengeschlossen, und selber einen Vorschlag gemacht, der es unserem kleinen Häuptlimg verbieten soll, das Super-Tipi zu bauen. Der wurde dann nicht am Marterpfahl mit fliegenden Äxten zerlegt, sondern um den tanzten ziemlich viele ziemlich freudig am großen Lagerfeuer, und feixten über die Niederlage ihres Alleinherrschers...äh...Oberbürgermeisters.
Tja, und jetzt sitzt Lustiger Schnautzbart ganz allein mit seinen Lieblingswasserträgern in seinem Rathaus-Tipi und weint bitterlich, dass sie ihn nicht als Brücken- und Eishallenbauer in Erinnerung behalten werden, sondern als der, der von seinen Indianern am Super-Tipibauen gehindert wurde.
Und vielleicht fragt er sich auch, ob es daran liegem könnte, dass viele Indianer in dieser schönen Siedlung an der Donau rote Haut haben, und nicht, so wie er, eine ziemlich schwarze.
So, liebe Kinder, das war die Geschichte von heute. Und habt ihr was daraus gelernt?
Schön!
Und meint ihr, Häuptling Lustiger Schnautzbart hat auch was gelernt?
Richtig. Ich glaube es auch nicht. Aber nächstes Jahr wird vielleicht nicht sein Vorschlag, sondern er selber am Marterpfahl mit Tomahawks, die dann "vorzeitiger zwangsweiser Ruhestand" heißen, gespickt.
Das wäre schön. Und vielleicht kommt ja dann doch ein Schaf vor. Ein Schaf mit Namen Christa...
tudiditutu...tuditudidum...tataatatatadididum
Hallo lieber Kinder. Heute will ich euch von einem Mann erzählen. Der hat einen ganz lustigen Schnauzbart und wohnt in einer Zeltsiedlung am nördlichsten Punkt der Donau. Und weil die ganzen netten Indianer dieser Stadt ihn so toll liebhatten, haben sie ihn zu ihrem Häuptling gewählt. Nur nennt man das in dieser Siedlung nicht Häuptling, sondern "Oberbürgermeister".
Und weil er die Büffeljäger und Squaws dieser Stadt daraufhin auch so lieb gehabt hat, hat er ihnen eine schöne neue Brücke gebaut, viele kleine rot-weisse Zipfelmützchenhüte weggenommen und ein riesiges neues Eisstadion hingestellt (und ein Schaf so richtig...äääh...nein, das war jemand anderes!).
Dumm war nur, dass das Geld gekostet hat, und das war eigentlich gar nicht da. Und wenn man Geld ausgibt, dass man nicht hat, dann muss man Schulden machen. Und jetzt ist jeder der Indianer dieser Stadt für die nächsten 80 Jahre verschuldet. Das ist nicht schön. Aber fördert das Gemeinschaftsgefühl, weil ja alle Schulden habe. Das ist schön.
Aber die kleinen Büffeljäger und Squaws hatten ihn daraufhin immer noch lieb, auch wenn nicht mehr so ganz toll wie zu Anfang.
Dann kam Häuptling Lustiger Schnautzbart die Idee eine Stadthalle, ein Bürgerzentrum, ein Riesen-Tipi für alle zu bauen. An einer Stelle direkt am Fluss, damit man immer frisches Wasser hat. Dumm war nur, dass das Wasser einem da relativ häufig über die Füsse schwappt, weil der Fluss ansteigt. Und das wäre wieder teuer, da das Tipi jedesmal neu gereinigt werden müsste.
Das wollten die kleinen Rothäute aber nicht und haben ihm das sehr deutlich gesagt, und seinen Vorschlag am Marterpfahl, den sie da "Bürgerentscheid" nennen mit Tomahawks gespickt. Da war Lustiger Schnautzbart traurig und hat alle Schnipsel seines zerhackten Vorschlags aufgesammelt.
Und weil er nicht nur lustig, sondern auch listig ist hat Listiger Schnautzi..äh...Lustiger Schnautzbart die Schnipsel wieder zusammengeklebt, Kongress-Tipi genannt, und fast genau ein Jahr später wieder zur Rede gebracht.
Aber wieder haben diese Ignoranten...ich meinte Indianer...seinen Vorschlag an den gleichen Marterpfahl gespickt. Und waren gar nicht mehr gut auf ihren Oberguru zu sprechen.
Aber Schnäutzel wäre nicht Schnäutzel, wenn er sich so leicht geschlagen geben würde. Jetzt hat er einfach versucht, ohne Zustimmung der widerspenstigen Rothäute das Super-Tipi zu bauen. Dumm dass die Wind davon bekommen haben.
Da haben sich die ganzen kleinen Indianer zusammengeschlossen, und selber einen Vorschlag gemacht, der es unserem kleinen Häuptlimg verbieten soll, das Super-Tipi zu bauen. Der wurde dann nicht am Marterpfahl mit fliegenden Äxten zerlegt, sondern um den tanzten ziemlich viele ziemlich freudig am großen Lagerfeuer, und feixten über die Niederlage ihres Alleinherrschers...äh...Oberbürgermeisters.
Tja, und jetzt sitzt Lustiger Schnautzbart ganz allein mit seinen Lieblingswasserträgern in seinem Rathaus-Tipi und weint bitterlich, dass sie ihn nicht als Brücken- und Eishallenbauer in Erinnerung behalten werden, sondern als der, der von seinen Indianern am Super-Tipibauen gehindert wurde.
Und vielleicht fragt er sich auch, ob es daran liegem könnte, dass viele Indianer in dieser schönen Siedlung an der Donau rote Haut haben, und nicht, so wie er, eine ziemlich schwarze.
So, liebe Kinder, das war die Geschichte von heute. Und habt ihr was daraus gelernt?
Schön!
Und meint ihr, Häuptling Lustiger Schnautzbart hat auch was gelernt?
Richtig. Ich glaube es auch nicht. Aber nächstes Jahr wird vielleicht nicht sein Vorschlag, sondern er selber am Marterpfahl mit Tomahawks, die dann "vorzeitiger zwangsweiser Ruhestand" heißen, gespickt.
Das wäre schön. Und vielleicht kommt ja dann doch ein Schaf vor. Ein Schaf mit Namen Christa...
tudiditutu...tuditudidum...tataatatatadididum
Samstag, 16. Dezember 2006
Geschichten, die die Uni schrieb II
Weil mir wieder nichts einfällt, und schon wieder ein Monat her ist:
In den Praktika wird unter anderem auch der sinn- und verantwortungsvolle Umgang mit Röntgenstrahlung und Radioaktivität gelehrt, zumindest versuche ich das. Und im Praktikum selber wird sehr penibel darauf geachtet, dass auch ja nichts passieren kann, soll heißen: Nur der Betreuer darf an die Präparate, Röntgenstrahlung kann an keiner Stelle der Versuchsaufbauten austreten (an einer kleinen schon, deswegen ist da ein Stahlblech mit Bleikern drüber). Und das erzähl ich dann natürlich auch den Praktikanten.
Aber die ganze Erklärungsarbeit ist in dem Moment für die Katze, als ein anderer Betreuer, der zugegeben Strahlenphobiker ist, in voller Bleiummantelung (Ganzkörperschürze und Handschuhe) in den Raum tritt.
Die fassungslosen Gesichter der Praktikanten und das aufkommende Gefühl noch mehr Strahlenneurotiker in die Welt zu entlassen war in diesem Moment wirklich einzigartig...
Die Welt ist hart, aber manchmal wird sie wirklich ungerecht...
P.S.: Falls das hier meine jetztigen Praktikanten lesen sollten, es ist wirklich ungefährlich!
In den Praktika wird unter anderem auch der sinn- und verantwortungsvolle Umgang mit Röntgenstrahlung und Radioaktivität gelehrt, zumindest versuche ich das. Und im Praktikum selber wird sehr penibel darauf geachtet, dass auch ja nichts passieren kann, soll heißen: Nur der Betreuer darf an die Präparate, Röntgenstrahlung kann an keiner Stelle der Versuchsaufbauten austreten (an einer kleinen schon, deswegen ist da ein Stahlblech mit Bleikern drüber). Und das erzähl ich dann natürlich auch den Praktikanten.
Aber die ganze Erklärungsarbeit ist in dem Moment für die Katze, als ein anderer Betreuer, der zugegeben Strahlenphobiker ist, in voller Bleiummantelung (Ganzkörperschürze und Handschuhe) in den Raum tritt.
Die fassungslosen Gesichter der Praktikanten und das aufkommende Gefühl noch mehr Strahlenneurotiker in die Welt zu entlassen war in diesem Moment wirklich einzigartig...
Die Welt ist hart, aber manchmal wird sie wirklich ungerecht...
P.S.: Falls das hier meine jetztigen Praktikanten lesen sollten, es ist wirklich ungefährlich!
Montag, 13. November 2006
Wenn Du meinst, es geht nicht mehr...
...haut Windows dir die Festplatte leer. Dank eines (mir unerklärlichen) Schredderns aller Daten auf meiner Systemfestplatte sind alle wichtige Emails und sonstige Daten seit Mitte April ins Datennirvana abgeraucht. Meine Laune ist dementsprechend "gut" und XP ist inzwischen auch schon wieder zweimal installiert worden, da aus irgendeinem (mir unerklärlichen) Grund bei der ersten Installation die Taskleiste nicht mehr reagieren wollte. Vielen Dank Microsoft für das wirklich ausgereifte Stückchen Software, dass ihr Betriebssystem nennt...
Naja, hab ich mal wieder was zum Meckern gehabt. Mäh.
Naja, hab ich mal wieder was zum Meckern gehabt. Mäh.
Donnerstag, 2. November 2006
Geschichten, die die Uni schrieb
Jetzt hab ich einen vollen Monat nichts geschrieben. Schämen sollte ich mich, aber einfallen tut mir auch nichts so wirklich, deshalb einfach mal eine Anekdote aus meiner Praktikumsbetreuung, die ich einmal pro Jahr übernehme. Nur um es klarzustellen, meine "Praktikanten" sind alle älter als 20, und das ganze Praktikum ist (bis auf ein paar Ausnahmen) in offenen Räumen.
Kommen wir gleich zum Highlight.
Die Universität soll ja Selbstständigkeit fördern. Und es sollte auch jedem Studenten klar sein, dass dies nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht zum selbstständigen Arbeiten ist. Wenn ich dann aber von einer Praktikantin gefragt werde, ob sie aufs Klo gehen kann, dann verschlägt das sogar mir etwas die Sprache. Mehr als ein "Ob Du kannst weiß ich nicht, aber du darfst jederzeit, auch ohne mich zu fragen." konnte ich dann auch nicht antworten.
To be continued...
Kommen wir gleich zum Highlight.
Die Universität soll ja Selbstständigkeit fördern. Und es sollte auch jedem Studenten klar sein, dass dies nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht zum selbstständigen Arbeiten ist. Wenn ich dann aber von einer Praktikantin gefragt werde, ob sie aufs Klo gehen kann, dann verschlägt das sogar mir etwas die Sprache. Mehr als ein "Ob Du kannst weiß ich nicht, aber du darfst jederzeit, auch ohne mich zu fragen." konnte ich dann auch nicht antworten.
To be continued...
Samstag, 30. September 2006
Rechts wie Links
Seit heute ist es also auch verboten, Nazi-Symbole in abwertender Form darzustellen. Bedeutet das jetzt, dass mir die überall rumlungernden biersaufenden Sprühhaarfarbe- Lausbiotop- Fetzenklamotten- Rotschnurspringerstiefel- Penner an den Straßenecken (auch genannt Linksautonome) genauso erspart bleiben wie die sich in kleinen stadtbekannten Kaschemmen treffenden biersaufenden Glatzen- Bomberjacken- Weißschnurspringerstiefel- Ausländerverprügel- Penner?
Dann danke, liebes Stuttgarter Landgericht für dieses Urteil. Doch letztlich führt das doch nur zu einem. Die ganze Linke-Socken-Gemeinde trägt die Dinger mit nur noch mehr Stolz, da es jetzt ja richtig verboten ist, und man müpft so gegen die Unterdrücker, also den Staat, auf. Und wetten, dass die Polizei da nicht durchgreift?
Anders bei der Rechten-Socken-Gemeinde, da ist die Polizei, wie neulich in Wismar (und nicht ganz ungerechtfertigt) gleich mit Schusswaffen zu Gange. Weil DIE sind ja gefährlich. Weil rechts. Die Linkies sind doch nur kleine Kiffer, die niemandem etwas Böses wollen, oder? Die wollen ja nur spielen...
So wie die deutsche Politik zur Weimarer Zeit auf dem rechten Auge blind war, so ist sie es in der Bundesrepublik auf dem linken.
Noch ein Beweis gefällig? Es wird ja von den großen Parteien (die mit den 30%), trotz schon gescheitertem Versuch, erneut das Verbot der NPD angestrebt, da die rechtsradikal ist und sich als legitime Nachfolgepartei der NSDAP sieht, die die Auflösung der Demokratie und Inkrafttreten einer Diktatur befürwortet.
Ganz ohne eine Wertung meinerseits, ob das nötig und sinnvoll ist, oder ob eine neue, ehrliche Politik der Mitte, ohne Lügen und ohne Schröpfen der Armen zum Bereichern der Reichen mehr Wähler wieder in die gemäßigten Bereiche deutscher Politik (oder überhaupt wieder in die Politik) führen könnte, wieso nur für die NPD?
Die SED war eine anti-demokratische Partei, die sich zum Ziel gesetzt hatte, andere Parteien entweder einzuverleiben oder zu verbieten, das auch verwirklicht hat und so effektiv eine Diktatur eingeführt hat. Dafür sind auch Menschen gestorben, regelmäßig an einer Mauer, an die sich heute niemand mehr erinnern will. Zugegeben, nicht ganz so viele wie unter dem Hakenkreuz, aber das spielt keine Rolle. Jeder durch Machtbestrebungen anderer getötete Mensch ist ein toter Mensch zuviel.
Und wer nennt sich die legitime Nachfolgepartei der SED in Deutschland? Wer ist (eindeutig) linksradikal? Und wer will sich am allerwenigsten noch an eine Mauer erinnern, an der Menschen gestorben sind? Die PDS. Schon mal von einer Überlegung gehört, die PDS zu verbieten? Nein? Und warum nicht? Richtig, das blinde linke Auge.
Also, wenn schon ein Verbot der NPD, dann doch bitte gleich noch die PDS dazu. Und wenn die Staatsanwaltschaft schon mal ermittelt, kann sie gleich auch noch die ganzen unterschlagenen SED-Millionen suchen. Die finden sich doch bestimmt auf dem einen oder anderen Sparbuch eines Parteimitglieds wieder. Damit könnte man einige schöne Haushaltslöcher stopfen.
Das wäre schön.
Und wenn wir schon dabei sind, dann darf die Polizei auch gleich die ganzen Linkies und Rechties hier wegräumen. Vorzugsweise in eine große Sporthalle. Zusammen. Eingesperrt. Und den Schlüssel wegwerfen.
Das wäre dann so richtig schön...
Dann danke, liebes Stuttgarter Landgericht für dieses Urteil. Doch letztlich führt das doch nur zu einem. Die ganze Linke-Socken-Gemeinde trägt die Dinger mit nur noch mehr Stolz, da es jetzt ja richtig verboten ist, und man müpft so gegen die Unterdrücker, also den Staat, auf. Und wetten, dass die Polizei da nicht durchgreift?
Anders bei der Rechten-Socken-Gemeinde, da ist die Polizei, wie neulich in Wismar (und nicht ganz ungerechtfertigt) gleich mit Schusswaffen zu Gange. Weil DIE sind ja gefährlich. Weil rechts. Die Linkies sind doch nur kleine Kiffer, die niemandem etwas Böses wollen, oder? Die wollen ja nur spielen...
So wie die deutsche Politik zur Weimarer Zeit auf dem rechten Auge blind war, so ist sie es in der Bundesrepublik auf dem linken.
Noch ein Beweis gefällig? Es wird ja von den großen Parteien (die mit den 30%), trotz schon gescheitertem Versuch, erneut das Verbot der NPD angestrebt, da die rechtsradikal ist und sich als legitime Nachfolgepartei der NSDAP sieht, die die Auflösung der Demokratie und Inkrafttreten einer Diktatur befürwortet.
Ganz ohne eine Wertung meinerseits, ob das nötig und sinnvoll ist, oder ob eine neue, ehrliche Politik der Mitte, ohne Lügen und ohne Schröpfen der Armen zum Bereichern der Reichen mehr Wähler wieder in die gemäßigten Bereiche deutscher Politik (oder überhaupt wieder in die Politik) führen könnte, wieso nur für die NPD?
Die SED war eine anti-demokratische Partei, die sich zum Ziel gesetzt hatte, andere Parteien entweder einzuverleiben oder zu verbieten, das auch verwirklicht hat und so effektiv eine Diktatur eingeführt hat. Dafür sind auch Menschen gestorben, regelmäßig an einer Mauer, an die sich heute niemand mehr erinnern will. Zugegeben, nicht ganz so viele wie unter dem Hakenkreuz, aber das spielt keine Rolle. Jeder durch Machtbestrebungen anderer getötete Mensch ist ein toter Mensch zuviel.
Und wer nennt sich die legitime Nachfolgepartei der SED in Deutschland? Wer ist (eindeutig) linksradikal? Und wer will sich am allerwenigsten noch an eine Mauer erinnern, an der Menschen gestorben sind? Die PDS. Schon mal von einer Überlegung gehört, die PDS zu verbieten? Nein? Und warum nicht? Richtig, das blinde linke Auge.
Also, wenn schon ein Verbot der NPD, dann doch bitte gleich noch die PDS dazu. Und wenn die Staatsanwaltschaft schon mal ermittelt, kann sie gleich auch noch die ganzen unterschlagenen SED-Millionen suchen. Die finden sich doch bestimmt auf dem einen oder anderen Sparbuch eines Parteimitglieds wieder. Damit könnte man einige schöne Haushaltslöcher stopfen.
Das wäre schön.
Und wenn wir schon dabei sind, dann darf die Polizei auch gleich die ganzen Linkies und Rechties hier wegräumen. Vorzugsweise in eine große Sporthalle. Zusammen. Eingesperrt. Und den Schlüssel wegwerfen.
Das wäre dann so richtig schön...
Montag, 25. September 2006
Das Leid mit den Sargnägeln...
Gerade in der ARD: Alt-Kanzler Helmut Schmidt bei Beckmann. Soviel Respekt ich auch vor ihm haben mag, wieso tritt er immer mit Zigarette auf? In einer Zeit, in der Studien eindeutig belegen, dass Passivrauchen genauso gefährlich ist wie das aktive Qualm einatmen, in der Lungenkrebs (nach Herzinfarkt und Schlaganfall, bei denen Rauchen auch negative Auswirkungen hat) eine der häufigsten Erkrankungen darstellt und in der immer mehr Restaurants und öffentliche Gebäude und Plätze ein allgemeines Rauchverbot einführen einfach nur unverantwortlich. Gerade jemand in einer Position wie Helmut Schmidt, der jüngeren Menschen gegenüber durchaus eine Vorbildfunktion haben könnte, sollte sich für die kurze Zeit des Interviews zurückhalten können. Was er daheim macht, sei ihm überlassen, da darf er rauchen soviel und solange er will. Aber in der Öffentlichkeit muss das nicht sein. Egal, wie gut sie ihm auch schmecken mögen...
Donnerstag, 21. September 2006
Wer es braucht...
Da lässt man den Pfeiffen noch Geld in der Tasche, nur um sich dann blöd anmachen zu lassen. Und ganz nebenbei: Bienenstich schreibt man mit zwei "n". Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln und hoffen, dass der "Moderator" nie wieder im Fernsehen auftaucht. Erschreckend. Insbesondere das Rahmenprogramm im Hintergrund-TV.
Dienstag, 19. September 2006
Ausnahmezustand II
Wie versprochen noch ein paar Bilder von der Papstmesse am Islinger Feld. (Auch hier: Fotos bitte nicht ohne mein Einverständnis anderweitig verbreiten!)
So sah es um 5 Uhr morgens aus, als wir mit den Fahrrädern auf dem Feld angekommen sind. Ausser einigen unverzagt Singenden war noch nicht viel los. Was mich gewundert hat nach all dem Tam-Tam mit Zugangskarten und angeblichen Sicherheitsmaßnahmen wie keine Glasflaschen oder Regenschirme, wir wurden nicht mal kontrolliert. Mit dick gefülltem Rucksack auf dem Rücken, in dem locker mal 5 Kilo C4-Sprengstoff hätten drin sein können...Nichts. Dann hätten sie sich das Kartengefunsel auch sparen können, und dann wären auch mehr Leute gekommen.
Einige Stunden später, so gegen 8 Uhr, konnte man dann schon mehr erkennen. Und wer meint dass wir weit hinten gewesen wären. Das ist die zweitnächste Parzelle gewesen, die für Otto-Normalsterbliche möglich war. Meinen Frust darüber kann man da lesen.
Hinter uns ging es noch viel viel weiter. Angeblich sollen um die 260000 Leute dagewesen sein. Gefühlt waren es deutlich mehr.
Und als er dann da war ging das Fähnchengewedel los. So nebenbei: Jedesmal, wenn der Papst eine kleine Pause machte oder sich bedankte ging das Geklatsche los ... während einer Messe.
Da drängt sich mir die Frage auf, ob die Pfeiffen auch während einem Gottesdienst in der Kirsche klatschen würden? Für mich unverständlich und nahezu unverschämt. Wir sind ja schliesslich nicht auf einem Pop-Konzert. Das hat sich das Mädel in Schwarz vorne links auch gedacht. Jedenfalls war sie die ganze Zeit genervt. Wenn es ihr nicht gefallen hat, warum ist sie dann überhaupt dagewesen oder nicht einfach gegangen?
Und dann war es auch schon wieder vorbei, und die Ratten verließen fluchtaartig das sinkende Schiff. Und ganz zu meinem Erstaunen ging das dann sehr zivilisiert zu. Keine Massenschubserei, kein Rumgenöhle. Schön.
Bei Sonnenlicht ist mir dann auch erstmals die komplett abgesperrte A3 aufgefallen, die tatsächlich als Busparkplatz "missbraucht" wurde.
Als Fazit: Lange gewartet haben wir und schnell wars vorbei. Und trotz allem Ärger über die Organisation und den überzogenen Papst-in-Bayern-Rummel ... Schön wars.
So sah es um 5 Uhr morgens aus, als wir mit den Fahrrädern auf dem Feld angekommen sind. Ausser einigen unverzagt Singenden war noch nicht viel los. Was mich gewundert hat nach all dem Tam-Tam mit Zugangskarten und angeblichen Sicherheitsmaßnahmen wie keine Glasflaschen oder Regenschirme, wir wurden nicht mal kontrolliert. Mit dick gefülltem Rucksack auf dem Rücken, in dem locker mal 5 Kilo C4-Sprengstoff hätten drin sein können...Nichts. Dann hätten sie sich das Kartengefunsel auch sparen können, und dann wären auch mehr Leute gekommen.
Einige Stunden später, so gegen 8 Uhr, konnte man dann schon mehr erkennen. Und wer meint dass wir weit hinten gewesen wären. Das ist die zweitnächste Parzelle gewesen, die für Otto-Normalsterbliche möglich war. Meinen Frust darüber kann man da lesen.
Hinter uns ging es noch viel viel weiter. Angeblich sollen um die 260000 Leute dagewesen sein. Gefühlt waren es deutlich mehr.
Und als er dann da war ging das Fähnchengewedel los. So nebenbei: Jedesmal, wenn der Papst eine kleine Pause machte oder sich bedankte ging das Geklatsche los ... während einer Messe.Da drängt sich mir die Frage auf, ob die Pfeiffen auch während einem Gottesdienst in der Kirsche klatschen würden? Für mich unverständlich und nahezu unverschämt. Wir sind ja schliesslich nicht auf einem Pop-Konzert. Das hat sich das Mädel in Schwarz vorne links auch gedacht. Jedenfalls war sie die ganze Zeit genervt. Wenn es ihr nicht gefallen hat, warum ist sie dann überhaupt dagewesen oder nicht einfach gegangen?
Und dann war es auch schon wieder vorbei, und die Ratten verließen fluchtaartig das sinkende Schiff. Und ganz zu meinem Erstaunen ging das dann sehr zivilisiert zu. Keine Massenschubserei, kein Rumgenöhle. Schön.
Bei Sonnenlicht ist mir dann auch erstmals die komplett abgesperrte A3 aufgefallen, die tatsächlich als Busparkplatz "missbraucht" wurde.Als Fazit: Lange gewartet haben wir und schnell wars vorbei. Und trotz allem Ärger über die Organisation und den überzogenen Papst-in-Bayern-Rummel ... Schön wars.
Sonntag, 17. September 2006
Gott != Allah
Bedeutet Mohammedaner zu sein inzwischen, kontextlos zu denken und irrational zu agieren? Man könnte fast meinen, dem wäre so, wenn man sich die Reaktionen der islamisch glaubenden Menschen auf die Papstrede in Regensburg ansieht.
Aber der Gedanke trügt. Agiert wird nur noch so, wie es die Imame vorschreiben. Und die wiederum agieren ganz nach ihren eigenen Machtansprüchen. Vorgeschoben natürlich die "göttliche" Aufgabe, den Glauben mit dem Schwert in die Welt zu tragen.
Und was kommt da gelegener, als den obersten Hirten der Christen zum Kniefall zu zwingen, aufgrund eines Zitates, das ein byzantinischer Kaiser im 14. Jahrhundert von sich gegeben hat.
Das "Mohammed nur Schlechtes und Inhumanes (..) gebracht hat, wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten".
Und um sich selbst ad absurdum zu führen macht die islamische Welt jetzt genau das. Sich selber als dialogbereit erklären, aber letztendlich doch lieber mit Gewaltandrohungen und Papstverunglimpfungen, wie dem Vergleich mit Hitler und Mussolini, zu reagieren.
Und das schönste ist, die, die am lautesten schreien haben die Rede des Papstes noch nicht einmal vollständig gelesen. Das ist genau das gleiche Schema, das schon mit den Mohammed-Karikaturen angewendet wurde. Ohne eine Ahnung vom Gesamtbild zu haben einfach mal die Stimmung aufheizen. Im Fall der Karikaturen sogar noch mit von Imamen zugefügten und gefälschten Bildern.
Ich kann nur sagen, arme Welt. Denn mit solchen religiösen (und im Islam damit leider auch politischen) Führern wird ein Frieden solange nicht möglich sein, solange der Islam nicht die einzige Religion auf der Welt ist. Und dann heisst es, ab ins Mittelalter.
Und ich hol schon mal mein Kopftuch raus, und versuche mich damit abzufinden, dass Ehrenmorde bei uns im BGB legalisiert werden.
"Erst wenn
der letzte Ungläubige getötet,
die letzte Frau gesteinigt,
der letzte Kritiker zum Schweigen gebracht ist,
werdet ihr feststellen,
dass für Imame die Freiheit der Meinung nur eine Illusion
und der Islam keine friedfertige Kultur sein kann!"
Aber der Gedanke trügt. Agiert wird nur noch so, wie es die Imame vorschreiben. Und die wiederum agieren ganz nach ihren eigenen Machtansprüchen. Vorgeschoben natürlich die "göttliche" Aufgabe, den Glauben mit dem Schwert in die Welt zu tragen.
Und was kommt da gelegener, als den obersten Hirten der Christen zum Kniefall zu zwingen, aufgrund eines Zitates, das ein byzantinischer Kaiser im 14. Jahrhundert von sich gegeben hat.
Das "Mohammed nur Schlechtes und Inhumanes (..) gebracht hat, wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten".
Und um sich selbst ad absurdum zu führen macht die islamische Welt jetzt genau das. Sich selber als dialogbereit erklären, aber letztendlich doch lieber mit Gewaltandrohungen und Papstverunglimpfungen, wie dem Vergleich mit Hitler und Mussolini, zu reagieren.
Und das schönste ist, die, die am lautesten schreien haben die Rede des Papstes noch nicht einmal vollständig gelesen. Das ist genau das gleiche Schema, das schon mit den Mohammed-Karikaturen angewendet wurde. Ohne eine Ahnung vom Gesamtbild zu haben einfach mal die Stimmung aufheizen. Im Fall der Karikaturen sogar noch mit von Imamen zugefügten und gefälschten Bildern.
Ich kann nur sagen, arme Welt. Denn mit solchen religiösen (und im Islam damit leider auch politischen) Führern wird ein Frieden solange nicht möglich sein, solange der Islam nicht die einzige Religion auf der Welt ist. Und dann heisst es, ab ins Mittelalter.
Und ich hol schon mal mein Kopftuch raus, und versuche mich damit abzufinden, dass Ehrenmorde bei uns im BGB legalisiert werden.
"Erst wenn
der letzte Ungläubige getötet,
die letzte Frau gesteinigt,
der letzte Kritiker zum Schweigen gebracht ist,
werdet ihr feststellen,
dass für Imame die Freiheit der Meinung nur eine Illusion
und der Islam keine friedfertige Kultur sein kann!"
Freitag, 15. September 2006
Ausnahmezustand
Der Papst war in Regensburg. Und ich mittendrin statt nur dabei. Im wahrsten Sinne, da er zweimal bei mir vor der Wohnung vorbeigefahren ist. So schön es auch war, ein paar Sachen sind mir doch etwas sauer aufgestoßen.
Zum einen, warum zahlt den Besuch der Freistaat Bayern, und damit alle bayerischen Steuerzahler? Wozu bekommt die Kirche regelmäßig von mir Kirchensteuer? Und das nicht zu knapp. Letztendlich hat er doch seine Heimat besucht, und nicht Bayern ihn. Wie dem auch sei, es ist nichts passiert, also waren wenigstens die eingesetzten Polizisten nicht vergebens.
Zum anderen, wieso muss sich König Ede I., für alle Nicht-Bayern, Edmund Stoiber, unser blondes Polit-Fallbeil und Ministerpräsident, mitsamt seiner Familie beim Papst aufdrängen? Langt es ihm nicht, dass er alleine eine Privataudienz bekommt? Warum sind da seine Frau und alle Kinder dabei?
Und warum sind bei der Papstmesse am Islinger Feld nur Geld- und Politbonzen in den ersten Reihen? Behinderte waren auch vorne. Ja, toll. Ganz rechts am Rand, und nicht in der Mitte, wo sie hingehören. Wieso dürfen nur die, die genügend Geld haben, in die Nähe des Papstes? Am Weltjugendtag in Köln hat es doch auch funktioniert, warum nicht in Regensburg?
Aber wenn man weiß, wer der Veranstalter war, und was derjenige jedes Jahr in Regensburg mit Bürger-, Brücken- und was weiß ich noch für Festen verbricht, dann wundert es niemanden mehr. Die Reichen müssen reicher werden, und sei es mit freundlicher Mithilfe des heiligen Vaters.
Amen.
Ein paar Bilder des Papstbesuches in Regensburg (die nicht auf anderen Seiten veröffentlicht werden dürfen, ohne mich vorher zu fragen):
Ja die Benedetto-Pizza hat es wirklich gegeben...
...genauso wie zahllose Fähnchenverkaufsstände...
...und die Papstpraline "Himmels-Flüsterer". Wenigstens waren es keine "Himmel's-Flüsterer".
Und das Kanaldeckel verschweißt werden scheint auch üblich zu sein, wenn der Papst in nächster Zeit da drüberfährt. Und das waren Hunderte im Stadtgebiet von Regensburg.
Aber waren ja immer genügend Polizisten...
... und Bundesgrenzschützer da.
Und ein Gutes hatte der Papstbesuch auf jeden Fall. Das Westportal des Doms war das erste Mal seit über 50 Jahren ohne Baugerüst. Das alleine war es schon wert.
Und da ist er. Oder wir. Denn "Wir sind Papst". Zumindest laut Bild.
Bilder vom Gottesdienst auf dem Islinger Feld in einem der nächsten Posts.
Zum einen, warum zahlt den Besuch der Freistaat Bayern, und damit alle bayerischen Steuerzahler? Wozu bekommt die Kirche regelmäßig von mir Kirchensteuer? Und das nicht zu knapp. Letztendlich hat er doch seine Heimat besucht, und nicht Bayern ihn. Wie dem auch sei, es ist nichts passiert, also waren wenigstens die eingesetzten Polizisten nicht vergebens.
Zum anderen, wieso muss sich König Ede I., für alle Nicht-Bayern, Edmund Stoiber, unser blondes Polit-Fallbeil und Ministerpräsident, mitsamt seiner Familie beim Papst aufdrängen? Langt es ihm nicht, dass er alleine eine Privataudienz bekommt? Warum sind da seine Frau und alle Kinder dabei?
Und warum sind bei der Papstmesse am Islinger Feld nur Geld- und Politbonzen in den ersten Reihen? Behinderte waren auch vorne. Ja, toll. Ganz rechts am Rand, und nicht in der Mitte, wo sie hingehören. Wieso dürfen nur die, die genügend Geld haben, in die Nähe des Papstes? Am Weltjugendtag in Köln hat es doch auch funktioniert, warum nicht in Regensburg?
Aber wenn man weiß, wer der Veranstalter war, und was derjenige jedes Jahr in Regensburg mit Bürger-, Brücken- und was weiß ich noch für Festen verbricht, dann wundert es niemanden mehr. Die Reichen müssen reicher werden, und sei es mit freundlicher Mithilfe des heiligen Vaters.
Amen.
Ein paar Bilder des Papstbesuches in Regensburg (die nicht auf anderen Seiten veröffentlicht werden dürfen, ohne mich vorher zu fragen):
Ja die Benedetto-Pizza hat es wirklich gegeben...
...genauso wie zahllose Fähnchenverkaufsstände...
...und die Papstpraline "Himmels-Flüsterer". Wenigstens waren es keine "Himmel's-Flüsterer".
Und das Kanaldeckel verschweißt werden scheint auch üblich zu sein, wenn der Papst in nächster Zeit da drüberfährt. Und das waren Hunderte im Stadtgebiet von Regensburg.
Aber waren ja immer genügend Polizisten...
... und Bundesgrenzschützer da.
Und ein Gutes hatte der Papstbesuch auf jeden Fall. Das Westportal des Doms war das erste Mal seit über 50 Jahren ohne Baugerüst. Das alleine war es schon wert.
Und da ist er. Oder wir. Denn "Wir sind Papst". Zumindest laut Bild.Bilder vom Gottesdienst auf dem Islinger Feld in einem der nächsten Posts.
Donnerstag, 7. September 2006
Hier riecht's faulig!
Soso...laut Spiegel Online hat die Döner-Mafia also ihre Finger im Gammelfleischskandal. Und jetzt begeht der Hauptverdächtige auch noch Selbstmord. Natürlich bevor er eine Aussage gemacht hat. Bin nur ich der Meinung, oder stinkt da was...und das ist nicht das Gammelfleisch. Und auch nicht der Hauptverdächtige. Das dauert noch etwas...
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